Künstlerischer Werdegang:
2005 Beginn des Studiums der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin
in der Klasse von Christiane Möbus
SS 2009 Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Klasse von Monica Bonvicini Februar 2011 Absolvent der Universität der Künste Berlin
Ausstellungen:
Juni 2011 »Roman Signer Superstar«, bei guided tours, Berlin
Juni 2011 »Leistungsschau«, in der Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin
Februar 2011 ABSOLVENTENAUSSTELLUNG«, in der Udk, Berlin
November 2010 »Höhlengleichnis für Witwen und Jungfrauen« in Berber 1, Berlin
Mai 2010 »ART´S NOT DEAD« im Dixiland, Berlin
Oktober 2009 »WANDERLUST«, Edinburgh
September/Oktober 2009 »Sickingen-Kunstpreis«, Kaiserslautern
April 2009 »unORTnung«, Wien
August 2007 »Kleine Raumverschiebung«, Berlin
Juni 2007 »Diese Diethe« Comic-Lesung und Ausstellung, Berlin
Juli 2006 »Ausser Haus«, Berlin
Mitorganisierte Workshops:
Februar 2006 »beep-piep-knarz«, Berlin
Juni 2006 »Circuit Bending and Sound Design«, Berlin
„Gruppenaustellung“ ist ein handelsüblicher Postkartenständer mit 40 verschiedenen querformatigen Postkarten auf denen Arbeiten von 20 jungen Künstlern gezeigt werden. Die Motive reichen von Zeichnungen, Collagen, Skulpturen, Fotos, Videostils, Stils von Computerprogrammen, Performances bis zu Texten.
Je zwei stimmige Motive wurden von mir mit jedem Künstler aus seinen aktuellen Arbeiten zusammen ausgesucht. Die zwei Karten befinden sich untereinander im Postkartenständer.
Jede Karte gibt es 25 mal. Auf der Rückseite befinden sich die fortlaufende Nummer sowie der Name, Titel und das Entstehungsjahr.
Bei „Gruppenausstellung“ geht es um das Phänomen Museumsshop: Es gibt diese Art von Museumsbesuchern, die gelangweilt durch das Museum laufen, um dann eine viel längere Zeit vor dem dem Postkartenständer des Museumsshops zu verbringen. Ich verkürze die Zeit der Langeweile und verlege die gesamte Ausstellung in den Postkartenständer.
Disco
2008 von Elisopie Eulenburg,
Christiane Fray
und Daniel Chluba
2007 von Daniel Chluba
1512 Bierkästen
3,6 x 3,6 x 3,6 m
Wie baut man aus vielen gleich großen Rechtecken einen Würfel?
Mit 1512 Beck´s Gold Bierkästen. Der Braukonzern InBev unterstützte mein
Vorhaben jedoch nicht. Ein Pfandflaschendefizit von 30 240 Flaschen hätte
das Pfandsystem im Sommer zusammenbrechen lassen.
Die Romantik ist gekommen um die Welt zu zerstören.
2006/2007 Streichholzkugel von Daniel Chluba
2006
Gezeigt bei der studentischen Proteststaktion "Ausser Haus" im Juli 2006, Berlin
Daniel Chluba
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Ausgestellt bei der studentischen Proteststaktion „Ausser Haus“ im Juni 2006, Berlin und im September/ Oktober 2009 beim „Sickingen-Kunstpreis “, Kaiserslautern
Sammler schweigen, Hyperfine auch von Benjamin Scharff 2009
Ein kleiner Stern fällt vom Himmel. Er fliegt durch die Wolken, verfehlt um Haaresbreite einen Vogel und erschlägt in der Kastanienallee einen Rentner. Dies ist einer dieser Tage, obwohl immer einer dieser Tage ist. Mönche sagen dir, dass das Jahrhundert in dem wir leben sehr vielversprechend ist und vermutlich haben sie auch Recht damit. Aber einzigartig wäre eher eine Zeit, die nicht so vielversprechend wäre. Nun könnte man davon ausgehen, dass das Leben einfach prächtig ist, immerhin ist es von links nach rechts vielversprechend, oder Mönche sind einfach nur viel zu optimistisch.
Der Stern liegt nun auf einem Tisch, in einem kahlen Raum. Der Gerichtsmediziner Lulli (jeder nennt ihn Lulli) wirft einen Blick darauf, „Ganz eindeutig ein Stück eines viel größeren Dings.“ murmelt er, schreibt auf seinen Notizblock „Arsch“ und zeichnet einen Penis daneben. Noch heute Abend wird er diese Botschaft auf den Schreibtisch eines Kollegen platzieren und in hämischer Schadensfreude auf seine Reaktion warten. Da er aber auch Sammler ist, hebt er sich den kleinen Meteor auf, um ihn später in seiner Galerie auszustellen. „Gottes zweiter Versuch“ wird es heißen und genau neben dem Hyperfin, dass neulich vom Himmel fiel stehen. Damals ist der Rentner mit einem gebrochenen Arm davon gekommen. Er war es, der Lulli das Hyperfin brachte und er ist es auch, der nun mit gebrochener Schädeldecke auf dem Metalltisch liegt. Lulli hatte das Hyperfin restauriert und nie gefragt, wo es herkam. Lulli fragt nicht nach solchen Dingen. Lulli ist ein Sammler. Und Sammler schweigen.